Tante Hilde liebt ihre staubige Platten-sammlung, ganz besonders den Herrn Karajan mit seiner Fünften. Der von Beethoven natürlich! Nicht einfach irgend-eine Fünfte, wo kämen wir dahin! Sie kennt die Platte in und auswendig und wehe, sie hört das Stück mal anders und kann am Anfang vom zweiten Satz nicht wie bei IHRER Fünften genüßlich mit dem rechten Fuss dazuwippen, dabei an ihrem Mokkatässchen nippen und zwischendurch verstohlen schwärmerisch zum Herrn Karajan auf der Plattenhülle herüberlinsen. GOTTSEIDANK, auch diesmal wieder jeder Ton, wo sie ihn erwartet hat. Das waren noch Zeiten....


Ganz anders Lucy. Wenn sie mit ihrem leuchtend roten Geigenkasten das Zimmer betritt und ihr Instrument zum Klingen, Klirren, Kratzen, Kreischen bringt, dann gibt es Unerhörtes auf die Ohren. Ihr Geigenbogen ist nicht so vorhersehbar wie der Plattenarm auf Tante Hilde´s Grammophon...
Sie wird ihr Instrument und die Musik zum Klingen bringen und zwar live im Klassenzimmer ohne Verstärker und anderen Schnickschnack, man kann gespannt sein, was sie diesmal aus ihrem Instrument zaubern wird!

Natürlich kommt es zur Auseinandersetzung zwischen Lucy und Tante Hilde, es wird heiss diskutiert, Musik gemacht und zum Schluss versöhnen sie sich wieder. Lucy spielt für die Tante die ersten Takte der „kleinen Nachtmusik“, dann ist auch sie wieder beruhigt.

Zum Schluss fällt Tante Hilde ein, dass sie ja noch die Bonbons in ihrem Netzbeutel hat ... und das ist nicht nur irgendwelcher Zuckerkram, sondern, viel spannender, es sind musikalische Bonbons ... man darf gespannt sein, was diesmal sich in den in der bunten Verpackung befindet!